Monatsrückblick Juni 2019

Hallo ihr Lieben 😍

Der Juni begann für uns alle, die wir Foteini begleiten, mit einer sehr traurigen Nachricht.
Der alte Rex ist noch Ende Mai über die Regenbogenbrücke gegangen. Rex war einer ihrer allerersten Schützlinge und hat sie über 14 Jahre lang begleitet. Wir werden diesen tollen Kerl in unseren Herzen tragen.
Flieg mit den Engeln, geliebter Rex, du alte treue Seele.💔😢

Etwas Aufmunterung gab es, als Floriana und Erato, dank des Vereins Stray Einsame Vierbeiner, ihre Reise ins Glück antreten durften. Wir wünschen den beiden ein wundervolles Leben🍀

Auch konnten im Juni wieder einige der Fellnasen kastriert werden. 
Kastriert wurden: Amlet, Bella, Charlie, Moly und Perseas.

Leider ging es im Juni aber auch Schlag auf Schlag mit den traurigen / schlechten Nachrichten.

So kam der kleine Minoas, ein Welpe, der kaum noch ein Fitzelchen Fell an seinem Körper trug zu Foteini. Foteinis Tante hatte den kleinen Mann aufgelesen, konnte sich aber nicht weiter um ihn kümmern und bat sie somit um Hilfe …

Leider führt nur selten ein Weg über die Straße, ohne dass es irgendwo Elend zu sehen gibt. So begegnete Foteini den beiden Rüden Oscar und Orestis, die am Ende ihrer Kräfte auf der Straße unterwegs waren. Beide dehydriert, hungrig, nur noch Haut und Knochen und mit einem Fell dessen Anblick Bände sprach. – Ein weiterer Tag ohne Fürsorge wäre mit Sicherheit ihr letzter gewesen.
Für die beiden war Foteini der rettende Engel, denn wie sich herausstellte, sind beide von Mittelmeerkrankheiten befallen und haben nur eine Chance, wenn sie die richtigen Medikamente bekommen.

Es macht eine Menge Arbeit all die Hunde zu versorgen, die im Shelter und auch bei Foteini zu Hause sind und wenn dann zusätzlich noch solche Hunde dazu kommen, die ganz besondere Fürsorge und Aufmerksamkeit benötigen, ist das nicht nur zeitraubend, sondern auch eine seelische Belastung.

Dazu kam dann noch der nächste Schock. Foteini wollte mit ihrem Auto zur Werkstatt fahren und bemerkte nicht, wie die kleine Lia über den Zaun sprang und ihrem Auto hinterher lief. Lia folgte ihr bis auf die Schnellstraße und wurde dort von einem Auto erfasst und starb sofort an Ort und Stelle. Ein Unglück, dass Foteini bis heute noch nicht wirklich verkraftet hat! Lia war noch so jung und voller Lebensfreude. Sie hatte noch ihr ganzes Leben vor sich. Aber nun fliegt auch sie mit den Engeln.
Gute Reise du liebenswerter kleiner Wildfang.😢💔

Kaum hatte ich gedacht, dass es diesen Monat doch verhältnismäßig still mit ausgesetzten Welpen sei, wurden Remos, Romilos, Mirella, Rea, Kassandra und Thalia am Gehege ausgesetzt. 
Aber das Platzproblem bei Foteini ist derzeit immer noch ungelöst. 
Auch wenn unser Aufruf für Pflegestellen bzw. Endstellen sich sehr gut und weit verbreitet hatte, blieben die erlösenden Reaktionen leider aus. – Kein Wunder, denn Hilferufe dieser Art sieht man leider täglich zuhauf.
So wurden die Zwerge erst mal in einer Box untergebracht. 
Wiedermal blieb nichts anderes übrig, als die Hunde in den Zwingern „umzusortieren“, damit die Welpen untergebracht werden konnten. Das klingt leichter als getan. Nicht alle Hunde verstehen sich auf diesem engen Raum und ob es tatsächlich passt und gut geht , sieht man manchmal erst als böse Überraschung am nächsten Morgen. – So eine Umstrukturierung bedeutet für Foteini auch immer schlaflose Nächte.

Foteini sorgt sich aber auch stets um ihre Freunde auf der Straße. So auch um Sugar – Boy, ein wundervoller Junge, der seit Jahren in der Nähe einer Tankstelle auf der Straße lebt und dort nun leider nicht mehr wie bisher versorgt wird. So ist dieser Prachtkerl natürlich auch wieder mehr auf der Straße unterwegs, um nach Futter zu suchen und so allen möglichen Gefahren ausgesetzt. 
Natürlich ist es jetzt Foteinis größter Wunsch, dass ihn jemand von der Straße wegadoptiert. Einen solchen Hund von der Straße zu holen und ihn dann in einen Zwinger zu sperren, würde zwar sein Leben sicherer machen, aber auch um so vieles trauriger. Davon abgesehen, wohin sollte sie ihn tun? Es ist ja nicht mal mehr ein Zwingerplatz für ihn frei, bei all den Notfällen in den letzten Monaten.

Auch Velvet war eine Hündin von der Straße, die von Foteini zum Kastrieren eingesammelt wurde und die sie zu ihrer Sicherheit, weil kein Platz da war, die meiste Zeit in ihrem Auto beherbergt hatte. Aber Velvet hat es gehasst, sie wollte raus, hat regelrecht unter dieser Situation gelitten, sodass Foteini sie zurück an den Ort gebracht hat, wo sie sie damals eingefangen hatte. Dort ist sie nicht hundertprozentig sicher, aber sie wird von den Mitarbeitern eines Futterladens mit Futter und Wasser versorgt. – Und das Wichtigste, sie ist glücklich!
Solche Entscheidungen zu treffen ist weiß Gott nicht einfach und sie können nur mit dem Herzen entschieden werden. 

So auch bei Bella, einer Hündin aus den Bergen, die Foteini zwar kastrieren ließ, die aber nach ein paar Tagen Erholung wieder dorthin zurück sollte. Sie lebt dort an einem relativ sicheren Platz und wird von Foteinis Onkel mit Futter, Wasser und allem nötigen versorgt. – Es geht ihr dort gut!

Dann gab es einen Hilferuf von Foteinis Tierarzt. Eine Hündin, Moly, die zur Jagd eingesetzt werden sollte, ist Jagduntauglich, weil sie sich vor dem Knallen des Gewehres fürchtet. Ihr Besitzer ist bereit, sie abzugeben, wenn für sie schnell ein neues Zuhause gefunden wird. – In der Regel landen solche Hunde sofort auf der Straße und werden sich selbst überlassen. Es ist überhaupt eine Seltenheit, dass Jäger in solchen Fällen Vermittlungshilfe annehmen. (Für mich sind das diese kleinen Momente, in denen ich denke, dass es doch noch Hoffnung gibt und sich zumindest in ein paar wenigen Herzen etwas regt …)

Im Moment sind überall „neue“ Hunde auf den Straßen zu sehen, so auch ein junger weißer Rüde auf einer stark befahrenen Straße in der Nähe von Foteinis Elternhaus. Aber mehr als zu versuchen ihn anzufüttern und an einen etwas sichereren Platz zu locken kann sie derzeit nicht tun. Es ist eine unendliche Geschichte und Foteini MUSS einfach abwägen, wer am dringendsten Hilfe benötigt.

In den letzten Wochen steht bei Foteini das Telefon nicht mehr still. Sie könnte TÄGLICH neue Welpen und ausgewachsene Hunde bei sich aufnehmen, wenn es nach den Menschen in ihrer Umgebung ginge. Aber es ist einfach absolut unmöglich allen gerecht zu werden. 
Aber auch wenn sie die Hunde nicht übernehmen kann, bietet sie diesen Menschen an ihnen zu helfen. Oft fehlt es an den relativ einfachen Dingen, für die WIR hier sorgen können, nämlich an Futter und Medikamenten. Auch bietet sie ihnen stets die Möglichkeit, ihre Tiere, soweit sie schon alt genug sind, kastrieren zu lassen. – Das kann sie nur, wenn wir sie weiterhin dabei unterstützen!!!

Aber es gab auch noch einen Hilferuf von Freunden, die nur vorübergehend in der Gegend waren. Sie fanden die kleine Galatea, ein Hundemädchen vielleicht gerade mal 3 Monate alt, ausgesetzt in der Nähe eines Friedhofs. Ein kleines Hundemädchen in dem Alter hat dort auf der Straße keine Chance und so wurde sie der nächste „Gast“ in Foteinis Auto und hofft nun darauf, schnell ein Zuhause zu finden.

Ihr seht, der letzte Monat hatte es in sich. Es gibt 10 neue Hunde, davon mehrere, die besondere Pflege benötigen. – Und nur 2 wurden vermittelt.
Über Foteinis Gefühlsleben brauche ich dieses Mal wohl gar nicht zu berichten, denn dieser Monatsrückblick spricht für sich! – Wie könnte sie nicht am Ende ihrer Kräfte sein?

Sie tut ALLES was ihr möglich ist und ich denke, dass wir wie immer unser Möglichstes tun müssen, um sie dabei zu unterstützen, damit sie sich wenigstens um die materiellen und finanziellen Dinge nicht sorgen muss!!!
In diesem Sinne:
Danke, dass ihr dabei seid!!!🥰

Solltet ihr uns noch nicht so lange kennen, könnt ihr gerne auch mal einen Blick auf unsere Homepage werfen, denn dort findet ihr u. a. die Rückblicke der letzten Monate und Informationen über unsere Arbeit.
http://pfoetchenhilfe-bayern.de/

Gerade die Urlaubszeit angebrochen und viele Vereine suchen derzeit händeringend nach Flugpaten. – Liebe Urlaubsreisenden, bietet euch an und rettet ein Tier indem ihr es in sein neues Leben begleitet!
Solltet ihr zudem irgendwelchen Notfällen begegnen, dann hört euch doch bitte um, ob in dieser Gegend ein Tierschützer oder ein Tierschutzverein aktiv ist, der in einem solchen Fall helfen könnte! Auch wenn man selbst nicht helfen kann, gibt es doch häufig jemanden, der jemanden kennt, der es kann … 
Danke dafür!!!😘

Und wieder neigt sich ein Monat dem Ende zu und so wünsche euch einen wunderschönen Juli ☀️
Von Herzen